Mittendrin im Reitgeschehen

Starke Springreiter und überragende Auftritte in der Kür: Die Fußball-Weltmeisterschaft wird noch nicht vorbei sein, da steht im Juli mit dem CHIO schon das nächste sportliche Großevent an. Genauso stark wie die Leistungen zu Pferd muss dabei auch die medizinische Versorgung sein.

© CHIO Aachen/Foto Studio Strauch

Vom 13. bis zum 22. Juli 2018 verwandelt sich die Aachener Soers wieder in den prachtvollen Austragungsort des „Weltfests des Pferdesports“. Knapp 1.000 Pferde sowie über 300 Reiter, Fahrer und Voltigierer aus 27 Nationen kommen hier zusammen. Für die rund 350.000 Besucher bietet der CHIO (frz.: Concours Hippique International Officiel) jedes Jahr spannende Turniertage, für die 1.200 Mitarbeiter bedeutet er Ausnahmezustand.

Univ.-Prof. Dr. med. Frank Hildebrand

Nur einer ist froh, wenn er relativ wenig zu tun hat: Univ.-Prof. Dr. med. Frank Hildebrand, Head of Medical Service des CHIO-Reitturniers und hauptberuflich Direktor der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie an der Uniklinik RWTH Aachen.

Als Koordinator der Sanitätsdienste ist Prof. Hildebrand zusammen mit der Berufsfeuerwehr Aachen und dem Rettungsdienstpersonal vom Roten Kreuz, den Maltesern und den Johannitern dafür zuständig, dass auf dem Aachener Turnier Reiter, Zuschauer und Mitarbeiter im Ernstfall schnelle Hilfe bekommen und auch in schweren Fällen sofort optimal behandelt werden können.

„In unserem medizinischen Zentrum auf dem Gelände koordinieren wir alle Abläufe bis ins kleinste Detail“, erklärt der Unfallchirurg. „Bei dem CHIO tummeln sich hunderttausende Menschen. Die Versorgung muss im Fall der Fälle reibungslos funktionieren – vom gestürzten Reiter über den kollabierenden Zuschauer bis hin zu einem möglicherweise aufkommenden Unwetter.“

Ingrid Klimke mit Hale Bob beim DHL-Preis beim CHIO Aachen 2017. (© CHIO Aachen/ Arnd Bronkhorst)

Für die hochwertige medizinische Versorgung arbeiten verschiedenste Berufsgruppen eng zusammen. „Wir haben Ärzte unterschiedlicher Fachdisziplinen, Physiotherapeuten und Krankenpfleger vor Ort“, so Prof. Hildebrand. „Gemeinsam mit den ebenfalls in der Soers stationierten Rettungsassistenten und -sanitätern bilden wir ein interdisziplinäres Team. Bei so vielen Beteiligten sind regelmäßige Besprechungen natürlich das A und O.“ Und damit sorgt das Team rund um den Head of Medical Service dafür, dass bei Spitzensportlern und Besuchern gleichermaßen keine medizinisch relevante Frage offen bleiben wird.