#UKAPflege: Die richtige Entscheidung

Eines Tages im Krankenhaus arbeiten – den Entschluss hat Sophia Schröder bereits mit sechs Jahren gefasst. Ihren langjährigen Wunsch erfüllt sich die heute 19-Jährige mit einer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin an der Uniklinik RWTH Aachen.

Die Ausbildung hätte Sophia, die eigentlich aus Solingen kommt, auch an einem kleineren Krankenhaus machen können. Doch nirgendwo anders sei es so abwechslungsreich wie in der Aachener Uniklinik. „Hier wird die komplette Bandbreite an Erkrankungen behandelt und man kann sich im Laufe der Zeit noch spezialisieren und weiterbilden“, fasst Sophia die Vorzüge zusammen. Das Lernen gefällt der 19-Jährigen ohnehin gut: „An der Ausbildung mag ich die Verbindung zwischen Theorie und Praxis. Ich erfahre hier so viel über den menschlichen Körper, das ist total spannend und lebensnah.“

Die Theorie absolviert Sophia in der Schule für Gesundheits-, Kinderkranken- und Krankenpflege der Uniklinik, diese ist seit Kurzem in der ehemaligen Kronenbergschule beheimatet. Für die Praxis durchläuft sie verschiedene Stationen, zum Beispiel die Innere Medizin, die Notaufnahme oder die Intensivmedizin und assistiert in diesem Rahmen auch bei Untersuchungen oder hilft bei der OP-Vorbereitung. Zwei Außen­einsätze in einer Tageseinrichtung und einem ambulanten Pflegedienst sind ebenfalls Teil der Ausbildung. „Auf Station darf ich Verantwortung übernehmen, kann aber immer Fragen stellen. Das gibt mir die nötige Sicherheit“, sagt sie. Und für ihre Arbeit wird sie sogar entlohnt, denn als Auszubildende in der Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege erhält man von Anfang an eine Vergütung.

„Pflege ist mehr als satt und sauber“

Nach dem ersten Ausbildungsjahr steht für Sophia fest: Das war die beste berufliche Entscheidung, die sie treffen konnte. Im Vergleich zu ihrem Abiturjahrgang war sie eine der wenigen, für die eine Ausbildung überhaupt infrage kam – und dann ausgerechnet in der Pflege. „Da sagen fast alle: ‚Finde ich toll, dass Du das machst. Also ich könnte anderen Leuten nicht den Po abputzen‘“, berichtet Sophia und bedauert, dass die Pflege so ein schlechtes Image hat. „Ich finde es schade, dass beim Thema Pflege viele einen Ekel bekommen. In anderen Berufen muss man auch Dinge tun, die nicht so viel Spaß machen. Natürlich ist die Hilfe beim Toilettengang nicht meine liebste Tätigkeit, aber Pflege ist so viel mehr als satt und sauber!“ Denn die oft schwer kranken Patienten benötigen eine hochkomplexe und spezialisierte medizinische Therapie, bei der examinierte Pflegekräfte aktiv mitwirken können. Dazu gehören zum Beispiel die Stabilisierung in kritischen Situationen, die Schmerzlinderung oder der Mobilitätserhalt.

„Nirgendwo anders ist es so abwechslungsreich wie in der Aachener Uniklinik“, sagt Sophia (19 Jahre), Schülerin für Gesundheits- und Krankenpflege.

Pflege bedeutet für Sophia auch, sich nicht nur um körperliche Belange, sondern um die Seele des Menschen zu kümmern. Die junge Frau berichtet so begeistert davon, dass man sich wünscht, im Falle des Falles jemanden wie sie an seiner Seite zu haben. Manchmal sei es nur ein Lächeln oder ein aufmunterndes Wort, was ihre Patienten glücklich mache. „Es gibt mir unheimlich viel zurück, wenn ich merke, ihnen damit den Alltag im Krankenhaus etwas angenehmer gemacht zu haben“, freut sie sich.

Ein Praktikum als Hilfe beim Berufscheck

Vielleicht hat Sophia auch deshalb so viel Verständnis und Geduld, weil sie als Kind selbst längere Zeit im Krankenhaus verbringen musste und daraufhin der Wunsch in ihr reifte, als Pflegefachkraft zu arbeiten. Bevor sie sich für die Ausbildung beworben hat, wollte sie sich allerdings noch einmal vergewissern, ob es wirklich der richtige Beruf sein würde – zwei Praktika in der Uniklinik RWTH Aachen haben sie in ihrem Wunsch bestärkt. Sophia empfiehlt anderen jungen Menschen, es ihr gleichzutun. „Mir haben die Praktika bei meiner Entscheidungsfindung sehr geholfen. Gegebenenfalls stellt man auch fest, dass dieser Beruf überhaupt nicht zu einem passt. Dann kann man aber wenigstens etwas ausschließen. Das bringt einen ja auch voran.“



Checkliste für die Pflegeausbildung in der Uniklinik

  • Krisensicherer Job
  • Vielfältige Einsatzmöglichkeiten (alles unter einem Dach!)
  • Guter Mix aus Theorie und Praxis
  • Vergütung der Ausbildung
  • Vorab Möglichkeit für ein Praktikum oder eine Hospitation
  • Ansprechpartner für alle Ausbildungsbelange direkt vor Ort (Jugend- und Auszubildendenvertretung)
  • Wohnmöglichkeit im Personalwohnheim (begrenzte Verfügbarkeit)
  • UKA-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr


Weitere Infos über die Ausbildung auf www.pflegeschule.ukaachen.de.