Einfach Leben retten: Blutspenden

Täglich werden tausende Blutspenden benötigt, allerdings spenden nur circa 2,5 Prozent der Deutschen regelmäßig Blut. Dabei tut es gar nicht weh – und bietet sogar viele Vorteile.

Aufgrund eines Verkehrsunfalls oder einer schweren Erkrankung kann jeder Mensch plötzlich in die Lage geraten, Bluttransfusionen zu benötigen. Einige Unfallopfer sind auf 50 oder mehr Blutkonserven angewiesen, um zu überleben. Und auch viele medizinische Eingriffe – zum Beispiel Operationen oder Krebstherapien – sind heutzutage nur möglich, wenn menschliches Blut in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Täglich werden allein in Deutschland rund 15.000 Blutspenden und ca. 5.000 Plasmaspenden benötigt.

Blut ist nicht ersetzbar

Bislang ist es noch nicht gelungen, Blut durch eine andere Flüssigkeit oder einen anderen Stoff zu ersetzen. Blut ist also einzigartig und Blutspenden für die Krankenversorgung absolut notwendig. Allein in der Uniklinik RWTH Aachen besteht jährlich ein Verbrauch von mindestens 25.000 Erythrozytenkonzentraten und circa 11.000 Plasmen sowie von rund 3.000 Thrombozytenkonzentraten. Der Bedarf anderer Krankenhäuser oder Praxen in Aachen und der näheren Umgebung ist dabei noch nicht mit eingeschlossen.

Eine Spende rettet bis zu drei Leben

Für die Versorgung der Patienten mit sicheren Blutprodukten ist es deshalb sehr wichtig, dass jeder gesunde Erwachsene sein persönliches Engagement zeigt, indem er Blut spendet. Für die Behandlung der meisten Patienten werden jeweils nur bestimmte Bestandteile des Blutes benötigt. Dafür wird das gespendete Blut in rote Blutkörperchen, Plasma und gegebenenfalls Blutplättchen aufgetrennt. Also kann eine einzige Blutspende von Ihnen dazu beitragen, bis zu drei Leben zu retten.

Abgesehen von der sozialen Motivation hat das Blutspenden auch positive Nebeneffekte für den Spender:

  • Bei jeder Blutspende erfolgt eine ärztliche Untersuchung inklusive Blutdruck- und Pulsmessung und der Bestimmung des Blutbildes.
  • Bei jeder Blutspende erfolgt die Untersuchung auf die ansteckenden Infektionserkrankungen Hepatitis B und C (Gelbsucht), HIV (AIDS) und Syphilis.
  • Bei der Erstuntersuchung und danach alle zwei Jahre erfolgt ein Check der Leber- und Nierenwerte. Mithilfe dieser Untersuchungen lassen sich manche Erkrankungen (zum Beispiel Eisenmangel, Entzündungen oder Infektionen mit HIV oder Hepatitis B und C etc.) vorzeitig erkennen.
  • Studien haben gezeigt, dass Blutspenden die Stimmung und das Wohlbefinden positiv beeinflussen kann.
  • Es findet ein Kalorienverbrauch durch Neubildung des entnommenen Blutes statt (Blutspenden ist dennoch keine geeignete Diät).
  • Experten vermuten, dass regelmäßiges Blutspenden das Risiko fuür Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermindert.

Also los, Ärmel hochkrempeln und Lebensretter werden!