Weltkrebstag: Immer mehr Hoffnung auf Heilung

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Kaum eine Krankheit ist mit so vielen Ängsten verbunden wie Krebs. Immer mehr Menschen erkranken an einer der zahlreichen Krebsarten und ohne Frage ist die Diagnose ein schwerer Schicksalsschlag für Betroffene. Hoffnung machen die verbesserten Heilungs- und Behandlungschancen. Der Weltkrebstag am 4. Februar 2021 soll Anlass sein, über Krebs zu informieren und an die wichtigen Vorsorgeuntersuchungen zu erinnern.

Die Zahlen sind erschreckend: 510.000 Krebs-Neuerkrankungen gibt es bundesweit pro Jahr – Tendenz steigend. Umfragen nach geben 65 Prozent der Deutschen Krebs als die Erkrankung an, vor der sie sich am meisten fürchten, weit vor der Angst vor Demenz (39 Prozent). Es werden allerdings auch große Erwartungen in Therapiefortschritte bei Krebserkrankungen gesetzt. „Diese Hoffnung ist nicht unbegründet“, sagt Univ.-Prof. Dr. med. Tim H. Brümmendorf, Direktor der Klinik für Hämatologie, Onkologie, Hämostaseologie und Stammzelltransplantation (Medizinische Klinik IV) und Leiter des Centrums für Integrierte Onkologie Aachen (CIOA), welches gemeinsam mit den Partnerstandorten in Bonn, Köln und Düsseldorf als CIOABCD eines der größten onkologischen Spitzenzentren Europas darstellt. „Statistiken belegen, dass heute immer mehr Menschen eine Krebserkrankung überleben. Während 1980 noch mehr als zwei Drittel aller Krebspatienten an der Erkrankung verstarben, kann heutzutage mehr als die Hälfte der Betroffenen auf eine dauerhafte Heilung hoffen.“

Mitmachaktion
Das Motto des 21. Krebstages am 4. Februar 2021 lautet „ICH BIN UND ICH WERDE“ und ruft jeden Einzelnen zum Nachdenken auf: Wer BIN ICH und was WERDE ICH anlässlich des Weltkrebstages zur Bekämpfung von Krebs tun? Die Deutsche Krebshilfe hat dazu eine Mitmachaktion ins Leben gerufen. Sie bittet alle Unterstützer, das offizielle Motto des Weltkrebstages „ICH BIN UND ICH WERDE“ mit persönlichen Inhalten zu füllen und ein Foto von sich und dem individuellen Weltkrebstag-Slogan unter einem der beiden (oder auch beiden) Hashtags „#Weltkrebstag“ und „#IchBinUndIchWerde“ auf der eigenen Social-Media-Seite – sei es bei Facebook, Twitter oder Instagram – zu posten. 

Unabhängig von allen Statistiken zählt im Umgang mit der Krankheit aber vor allem das Wissen über sie – nicht nur bei Betroffenen, sondern bereits bei der Vorsorge. „Nehmen Sie daher Vorsorgemöglichkeiten dringend wahr!“, appelliert Prof. Brümmendorf. „Viele Krebserkrankungen haben deutlich höhere Heilungschancen, wenn sie frühzeitig erkannt werden.“ Zudem kann eine gesunde Lebensweise dazu beitragen, eine Krebserkrankung zu vermeiden. Man schätzt, dass etwa 40 Prozent aller Krebserkrankungen durch Umweltfaktoren sowie Lebens- und Ernährungsgewohnheiten verursacht werden und damit vermeidbar sind. „Ganz besonders im Vordergrund stehen hierbei die Sonnenexposition auf ungeschützter Haut, das Tabakrauchen und, nach neuesten Erkenntnissen, auch die Fettleibigkeit und unzureichende körperliche Aktivität“, berichtet Prof. Brümmendorf weiter.

Gebündelte Expertise: Das Team rund um Univ.-Prof. Dr. med. Tim H. Brümmendorf (3. v. l.), Leiter des Krebszentrums CIO Aachen, bietet Patientinnen und Patienten mit einer Krebserkrankung eine fachübergreifende, interdisziplinäre und umfassende Versorgung.

Mit Messer und Gabel das Krebsrisiko senken

Die Deutsche Krebshilfe und das Deutsche Krebsforschungszentrum haben anlässlich der Nationalen Krebspräventionswoche im September 2020 eine Broschüre mit Rezepten von Meisterkoch Thomas Kammeier veröffentlicht. Damit haben sie gezeigt: Eine gesunde Ernährung muss keine Einschränkung und keinen Verzicht bedeuten! Der Umgang mit frischen Lebensmitteln macht Spaß, und daraus zubereitete Speisen sind nicht nur lecker, sondern wirken sich auch positiv auf das Wohlbefinden aus und können Krebs vorbeugen.

Die kostenlosen Rezepte finden Sie hier.