Cholesterinwerte: So schützen Sie Ihr Herz

Gute Fette, schlechte Fette: Beim Thema Cholesterin verliert man als Laie schnell den Überblick. Hier erfahren Sie, auf welche „Cholesterinbomben“ Sie verzichten sollten und welche Lebensmittel etwas für Ihren Cholesterinwert tun.

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Je höher der Lipid-Anteil, desto schädlicher für die Gesundheit.

Durchschnittlich 140 Gramm Cholesterin befinden sich in unserem Körper. Aber was genau ist die Funktion des Cholesterins? Es gibt zwei Formen: Das HDL-Cholesterin und das LDL-Cholesterin. HDL steht für High-Density-Lipoprotein, LDL ist die Abkürzung für Low-Density-Lipoprotein. Bei beiden handelt es sich um Fett-Eiweiß-Verbindungen, sogenannte Lipoproteine, die eine hohe beziehungsweise niedrige chemische Dichte haben. Diese beiden Verbindungen transportieren das Cholesterin von der Leber in den Körper und zwar genau an die Stellen, wo es benötigt wird. Befindet sich zu viel vom „schlechten“ LDL-Cholesterin und zu wenig vom „guten“ HDL-Cholesterin im Blut, kann sich daraus eine Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) entwickeln.

Wer das vermeiden und sich fettbewusst ernähren möchte, sollte tierische und gesättigte Fette durch ungesättigte Fette ersetzen, die sich beispielsweise in pflanzlichen Lebensmitteln wiederfinden. Darüber hinaus empfehlen Experten eine ballaststoffreiche Ernährung, weil sie die Verdauung anregt. Die Ballaststoffe binden unsere Gallensäuren und scheiden diese mit dem Stuhl aus.

Bei der Nahrungszusammenstellung ist es wichtig, die pro Tag zugeführte Cholesterinmenge im Blick zu behalten. Experten zufolge sollten täglich nicht mehr als 250 bis 300 mg Cholesterin aufgenommen werden.


Kleine Übersicht

Produkt (Cholesterinmenge in mg pro 100 g)

  • 1 Ei (280 mg)
  • Butter (280 mg)
  • Käse, 45 % Fett i. Tr. (100 mg)
  • Wurst (100 mg)
  • Fleisch (70 mg)

Quelle: Deutsche Herzstiftung


Cholesterinfreie, cholesterinsenkende Lebensmittel

  • Ballaststoffe, etwa aus Vollkorn­produkten und Hülsenfrüchten
  • Rohe Zwiebeln, Lauch und Knoblauch
  • Obst und Gemüse
  • Ingwer
  • Nüsse sowie pflanzliche Fette wie Olivenöl, Leinsamen-, Walnuss- und Weizenkeimöl
  • Sojaprodukte wie Tofu
  • fetter Fisch wie Hering, Makrele oder Lachs
  • Mineralwässer und ungesüßte Tees als Alternative zu gesüßten Getränken