Regional und saisonal: Einkauf mit Verstand

Wer Lebensmittel mit Verstand einkauft, bekommt meist gute Qualität. apropos gibt hilfreiche Tipps.

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Ein Bummel über den Wochenmarkt am Samstagmorgen kann herrlich sein. Man trifft Nachbarn und Bekannte, genießt einen Cappuccino beim Barista, probiert am Käsewagen die ein oder andere Neuheit und freut sich über die Vielfalt an den Marktständen der Obst- und Gemüsebauern. Egal ob Eier, Wurst, Honig oder Fisch, hier gibt es alles, was das kulinarische Herz höherschlagen lässt. Gratis dazu gibt es dieses Flair, das den Einkauf zu einem echten Erlebnis macht. Doch auch wenn der Einkauf schnell und unkompliziert sein soll, spricht vieles für eben das, wofür klassischerweise der Wochenmarkt steht: saisonale und nachhaltig produzierte Produkte von Erzeugern aus der eigenen Region!

Wer bewusst einkauft und regionale Produkte bezieht, der darf sich in der Regel über gute Qualität freuen und schont zudem die Umwelt. Lange Transportwege entfallen und damit ist das Obst und Gemüse nicht nur nährstoffreicher, weil frischer, sondern auch deutlich klimafreundlicher.

Die Frage nach der Herkunft

Auch in Hofläden oder als Abo einer grünen Gemüsekiste bekommt man regionale Lebensmittel. Vorteil hierbei: Man kann seine Fragen zur Herkunft der Waren direkt an den Erzeuger stellen. Auch viele Bioläden, Supermärkte und Discounter haben mittlerweile ein gutes Sortiment an regionalen – und damit gleichsam saisonalen – Produkten. Das gilt vor allem für Obst, Gemüse und Milchprodukte sowie Eier und Fleisch.

Ein Saisonkalender zeigt, welche Obst- und Gemüsesorten gerade in der Region gerade frisch verfügbar sind. Drucken Sie ihn sich einfach aus und hängen ihn in der Küche auf – so behalten Sie ganz leicht den Überblick.

Aber: Regionale Produkte müssen nicht per se besser und qualitativ hochwertiger sein als Lebensmittel aus anderen Regionen. Daher sollte man zudem auf zusätzliche qualitative, ökologische und soziale Kriterien achten. Und nicht alles, was regional anmutet, ist es auch. Viele Markennamen suggerieren lediglich einen regionalen Bezug. So kann ein „Eifler Brot“ zwar nach einem Rezept aus eben jener Gegend entstanden sein, das Brot selbst und seine Zutaten kommen allerdings von weit weg.

Augen auf beim Eierkauf

Für den Verbraucher bedeutet dies, sich schlau zu machen und beim Kauf genauer hinzusehen. Bei unverarbeiteten Lebensmitteln sollte der Erzeuger immer mit Adresse oder der konkreten Region genannt sein. Manche Produzenten haben sich auch zu freiwilligen Kennzeichnungen verpflichtet, die transparent zeigen, woher das Produkt stammt. Ein solches Zeichen ist zum Beispiel das „Regionalfenster“. Bei Eiern zeigt der Eiercode recht deutlich, woher das Ei stammt. Ein Eiercode mit x-DE-05 xxxx stammt beispielsweise aus NRW.

Wer also mit Verstand einkauft (und einen Saisonkalender nutzt, der zeigt, welche Obst- und Gemüsesorten gerade in der Region geerntet werden) ist auf dem richtigen Weg zu qualitativ guten Produkten.


Gut zu wissen

Weitere Tipps zum Thema Lebensmittel und deren Lagerung finden Sie auf der Website der Verbraucherzentrale.