Hilfe bei Krebs

Viele Menschen erleben eine Krebsdiagnose als einen heftigen Einschnitt in ihr Leben. Plötzlich scheint alles anders zu sein: Der Alltag, die körperliche Leistungsfähigkeit, die eigenen Wertvorstellungen, Prioritäten und die Frage nach der Zukunft. In dieser Situation kann Unterstützung hilfreich sein: für Patienten, Angehörige und Freunde.

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Hilfe zur Selbsthilfe

Für viele verschiedene Krebserkrankungen gibt es Selbsthilfegruppen. Patientinnen und Patienten können dort Menschen kennenlernen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden und sich durch wichtige Tipps, Informationen und gegenseitige Ermutigung unterstützen. Weitere Informationen sind auf der „leben mit krebs aachen“-Seite aufgeführt oder über die Deutsche Krebshilfe und über die Deutsche Leukämie- und Lymphomhilfe zu finden. Eine Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen in Aachen ist die Krebsberatungsstelle.

Kosmetikseminare bei Krebs

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Wer sich wohlfühlt, kann Therapien, Behandlungen und Untersuchungen – allgemein die Zeit, in der man von einer Krebserkrankung betroffen ist – mit mehr Kraft überstehen. Aus diesem Grund bietet die gemeinnützige Organisation DKMS LIFE das Programm „look good feel better!“ für Krebspatientinnen an. Insbesondere Frauen leiden besonders unter den äußeren Folgen einer Chemo- oder Strahlentherapie: Haar- und Augenbrauenverlust oder Hautirritationen zeichnen die Patientinnen. In kostenfreien Seminaren zum Thema Kosmetik, Haare und Kopfbedeckung erhalten die Teilnehmerinnen praktische Tipps, die dabei helfen, mit der Krankheit besser umzugehen. Dadurch fühlen sich die betroffenen Frauen selbstsicherer und wohler und können neues Selbstwertgefühl erlangen. Die Seminare werden bundesweit angeboten. Regelmäßig finden Termine in Aachen und Umgebung statt.

leben mit krebs aachen

„leben mit krebs aachen“ ist eine Initiative des Krebszentrums der Uniklinik RWTH Aachen, Centrum für Integrierte Onkologie (CIO Aachen), mit dem Ziel, Patienten und Angehörigen – über die rein medizinische Behandlung hinaus – Unterstützung bei der Bewältigung der Krebserkrankung anzubieten. „Krebspatienten und Angehörige werden in der Regel vollkommen unvorbereitet getroffen und müssen sich irgendwie im medizinischen Dschungel zurechtfinden“, so Dr. med. Andrea Petermann-Meyer, Leiterin der Sektion Psychoonkologie und Mitinitiatorin der Initiative. „Hier wollen wir durch ein niedrigschwelliges, interaktives und nachhaltiges Angebot Unterstützung bei Fragen bieten, die im klinischen Alltag manchmal zu kurz kommen.“ Dazu richtet das CIO Aachen seit 2010 zwei Mal pro Jahr eine Informationsveranstaltungsreihe für Patienten und deren direkte Angehörige, aber auch Familienmitglieder und Interessierte in der Aachener Uniklinik aus.

Auf der Website der Initiative „leben mit krebs aachen“ finden Interessierte Informationen zu allgemeinen Beratungsstellen, Sportangeboten, Gruppen für Patienten oder Angehörige, Anbietern von Hilfsmitteln und zu Adressen von Psychoonkologen und sonstigen Beratungs- und Unterstützungsangeboten in der Region.

Unterstützende Dienste der Uniklinik RWTH Aachen

Die Unterstützenden Dienste sind für Patientinnen und Patienten der Uniklinik RWTH Aachen ein kompetenter Ansprechpartner für alle nichtmedizinischen Fragen zu ihrer (Krebs-)Erkrankung. Sie setzen sich aus dem Case Management, der Aachener Klinikhilfe – besser bekannt als die „Grünen Damen und Herren“ –, dem Sozialdienst, einem psychoonkologischen Team sowie der evangelischen und katholischen Klinikseelsorge zusammen. Das Team steht Patienten und ihren Angehörigen in allen Belangen rund um ihre Krankheit mit Rat und Tat zur Seite. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Uniklinik RWTH Aachen.

Brückenschlag

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Für krebserkrankte Eltern und ihre minderjährigen Kinder gibt es ein spezielles Unterstützungsangebot in der Städteregion Aachen: Brückenschlag. Gegründet im März 2013, ist Brückenschlag ein Zusammenschluss vieler Leistungsträger, Krankenkassen, Aachener Institutionen und Personen und wurde auf Initiative des CIO Aachen und dem Caritasverband Aachen ins Leben gerufen. Die Initiative begleitet, informiert und berät betroffene Eltern und ihre Kinder auf ihrem Weg. Ziel ist es, für möglichst viel Sicherheit zu sorgen, bei der Etablierung stabiler Betreuungsstrukturen zu unterstützen und eine offene, vertrauensvolle Kommunikation innerhalb der Familie zu fördern. Seit 2018 wird die systematische und überregionale Weiter­entwicklung dieses Angebots in Richtung Regelversorgung durch den Innovationsfonds gefördert. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Brückenschlag-Homepage.