Obst und Gemüse einfrieren: So geht’s richtig

Sie haben in der Küche wieder mal zu viel frisches Obst und Gemüse übrig? Kein Problem: Vieles kann eingefroren und damit haltbar gemacht werden. Aber was ist beim Einfrieren zu beachten? apropos gibt fünf Tipps, damit es nach dem Auftauen noch schmeckt.

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Während die Auswahl an frischem Obst und Gemüse in den Wintermonaten begrenzt ist, ist im Sommer plötzlich von allem zu viel da. Wohin dann mit den guten Vitamin- und Mineralstoffbringern? Na klar, ins Eisfach! Einfrieren ist eine schnelle und einfache Variante, Obst und Gemüse halt- und lagerbar zu machen. Gut verpackt in geeigneten Tüten oder Dosen lässt sich mit Ausnahme weniger Sorten grundsätzlich jede Obst- und Gemüsesorte im Gefrierschrank aufbewahren. Dennoch sollten Sie einige Dinge beim Einfrieren beachten, damit die Produkte gesund und lecker bleiben.

1. Obst und Gemüse schnell einfrieren

Damit möglichst viele Vitamine und Mineralstoffe im Obst und Gemüse enthalten bleiben, sollten sie schnell nach der Ernte tiefgefroren werden. Besonders nährstoffreich ist fertig gefrorenes Tiefkühlgemüse, da hier die Pflanzen direkt nach der Ernte verarbeitet werden. Wer selbst einfriert, kommt um gewisse Verluste an Vitaminen und Mineralstoffen nicht umhin, da die Produkte im Hofladen, Supermarkt oder eigenen Kühlschrank zwischengelagert wurden. Warten Sie also nicht zu lange mit dem Einfrieren, um weitere Nährstoffverluste zu vermeiden – und das Obst oder Gemüse nicht vorher verdirbt.

2. Roh oder gekocht: nicht alles eignet sich

Nur wenige Gemüsesorten lassen sich roh einfrieren, zum Beispiel Pilze, Zucchini oder frische Kräuter. Wählen Sie am besten makelloses und festes Gemüse aus und putzen Sie es vorher gründlich. Sie können das Gemüse auch vor dem Einfrieren kleinschneiden, damit es sich später leichter portionieren und in kleinen Mengen auftauen lässt. Die meisten Gemüsesorten sollten Sie vor dem Einfrieren jedoch blanchieren, damit es beim Auftauen knackig bleibt. Dazu zählen zum Beispiel Bohnen, Brokkoli, Blumenkohl, Möhren oder Spinat. Blanchieren heißt, dass Sie die Lebensmittel kurzzeitig brühend heiß garen und anschließend kalt abschrecken. Befreien Sie das Gemüse nach dem Blanchieren gründlich von überschüssigem Wasser. Auch Tomaten und Zwiebeln müssen vor dem Tiefkühlen gekocht und verarbeitet werden. Nicht zum Einfrieren, weder in gekochtem noch rohem Zustand, eignen sich Salatgurken und Radieschen. Sie werden aufgrund ihres hohen Wasseranteils nach dem Auftauen matschig.

Auch viele Obstsorten können Sie gut einfrieren. Beeren wie Erdbeeren, Himbeeren oder Heidelbeeren lassen sich unkompliziert und lange tiefkühlen. Äpfel, Bananen, Pflaumen oder Mirabellen hingegen verfärben sich im Gefrierfach im Laufe der Zeit braun und verlieren Aroma. Diese Sorten daher besser nicht zu lange lagern. Wasserhaltiges Obst wie Erdbeeren, Äpfel oder Birnen können Sie auch wunderbar als Mus oder Püree einfrieren.

Tipp: Damit Beeren ihre Form behalten und sich einzeln aus dem Tiefkühler entnehmen lassen, die Beeren zunächst nebeneinander auf ein Tablett oder eine flache Schale geben und ein paar Stunden vorfrieren. Wenn sie gefroren sind, in Gefrierbeutel oder -dosen umfüllen. So haften die Beeren nicht aneinander.

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3. Haltbarkeit: tiefgefrorenes Obst und Gemüse kennzeichnen

Obst und Gemüse halten sich tiefgekühlt verhältnismäßig lang. Als Richtwerte für die Haltbarkeit gelten: Gemüse ist tiefgefroren etwa 3 bis 12 Monate, Obst rund 9 bis 12 Monate haltbar. Schauen Sie sich das Produkt beim Auftauen ganz genau an. Verdorbenes erkennen Sie an weißen oder rotbraunen Stellen. Wenn Gemüse zu lange im Frost lag, kann es matschig werden, Kräuter können ihre ätherischen Öle verlieren.

Damit Sie bei Ihrer Tiefkühlware nicht den Überblick verlieren, beschriften Sie die Gefrierbeutel oder -dosen, bevor sie ins Tiefkühlfach wandern. Angaben zu Inhalt, Einfrierdatum und ungefährer Haltbarkeit helfen Ihnen später, schnell die gewünschten Lebensmittel zu finden und Produkte rechtzeitig zu verbrauchen

4. Luft raus und Gefäße nicht überfüllen

Achten Sie beim Einfrieren darauf, dass möglichst wenig Luft an das Lebensmittel gelangt. Luft im Gefriergefäß beschleunigt den Zersetzungsprozess und vermindert die Haltbarkeit. Außerdem können Sie so Gefrierbrand vermeiden. Drücken Sie aus Gefrierbeuteln daher so gut wie möglich die Luft heraus, bevor Sie sie ins Tiefkühlfach legen. Wenn Sie Dosen verwenden, sollten diese idealerweise passgenau sein, sodass nicht viel Luftraum zwischen Inhalt und Deckel ist.

Achten Sie auch darauf, die Tüten oder Dosen nicht zu voll zu machen. Vor allem wasserhaltige Speisen können sich beim Tiefkühlen ausdehnen und die Gefäße zum Platzen bringen.

Tipp: Für kleine Beeren, wie Johannis- oder Heidelbeeren, oder Obstpüree eignen sich zum Einfrieren Eiswürfelformen, die es in unterschiedlichsten Größen gibt.

5. Obst und Gemüse auftauen: langsam oder schnell?

Gefrorenes Gemüse können Sie direkt in den Topf geben, ohne es vorher auftauen zu lassen. Nach einigen Minuten Garzeit in kochendem Wasser ist es knackig und noch reich an Vitaminen und Nährstoffen – vorausgesetzt es wurde schnell eingefroren (siehe Tipp 1). Als Faustregel gilt: Die Garzeit ist etwa ein Drittel kürzer als bei frischem Gemüse.

Obst können Sie entweder langsam, über Nacht im Kühlschrank, auftauen lassen oder für einige Stunden an der Luft. Wie lange das Auftauen dauert, hängt von der Menge ab. Beeren sind nach dem Auftauen leider oftmals matschig, da sie sich in der heimischen Küche nicht schnell genug tiefkühlen lassen. Das Zellgewebe leidet unter den beim Gefrieren entstehenden Eiskristallen.

Nach dem Auftauen sollten Lebensmittel übrigens am besten kein zweites Mal eingefroren werden. Es leidet nicht nur die Qualität und Haltbarkeit, auch Aromen und Vitamine gehen verloren. Portionieren Sie Ihre Tiefkühlware vor dem Einfrieren daher am besten, um immer auf die ideale Menge an Obst und Gemüse zurückgreifen zu können.